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Buchpräsentation - Zum Stand der Dinge -

Ein Alltag ohne Dinge ist kaum vorstellbar. Dinge umgeben uns, formen unsere Wirklichkeit maßgeblich mit. Was Dinge leisten, wird klar, wenn wir uns vorstellen, einen Tag ohne Dinge auszukommen: kein Bett, keine Wohnung, kein Outfit, kein Kaffee, keine Zeitung, kein Brötchen... Dinge bestimmen unser Erleben so selbstverständlich, dass wir für ihre Wirkung keinen Blick entwickeln. Wir nehmen sie erst dann wahr, wenn sie fehlen, bockig werden, sich gegen unser Tagewerk verschwören. Den Kampf mit der Tücke des Objekts hat auch digitale Technik nicht überwinden können.

Die Psychologie hat dieses zentrale Kapitel der Erlebenswirklichkeit in ihren Analysen (fast vollständig) ausgespart. Sie befasst sich mit der inneren Wirklichkeit des Menschen, als sei diese näher, realer, bedeutsamer. Aus Sicht der Kultur- und Wirtschaftspsychologie gerät sie damit auf den Holzweg. Denn nicht das innere (Selbst-) Erleben, sondern der Stand der Dinge ist für das Gelingen und Scheitern des Alltags und damit oft auch für Glück und Unglück der Menschen in ihrer Lebenswelt entscheidend.

Prof. Dr. Herbert Fitzek und Prof. Dr. Andreas M. Marlovits, Psychologen unserer Hochschule, haben aufgeschrieben, was eine alltagsnahe Psychologie zum Stand der Dinge beitragen kann – und sie haben ihr Konzept ganz konkret an einzelnen Dingen – wie Tiefschnee, Fleisch, Schuhe, Snowboards – ausprobiert. Herausgekommen ist ein Ding, das die Rolle der Alltagsgegenstände für das Erleben in Worte fasst und ins Bild rückt. Zum Anschauen, In-die Hand-Nehmen, Durchblättern, Abwägen und Aufwiegen laden wir alle Interessierten am 19.11.2015 von 17-20 Uhr in unsere Hochschule.

Ihre Ansprechpartnerin

Nicola Sernow

Ihre Ansprechpartnerin

Tzveta Preußler