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Wir sind dann mal (wieder) forschen!

Das Jakobsweg-Projekt geht in die nächste Runde. Bereits 2016 gingen Studierende die Strecke von Astorga nach Santiago de Compostela – und waren begeistert von der Atmosphäre, der Forschung und der Gruppendynamik.

Auch das Projekt im Jahr 2017 verfolgt einen wissenschaftlichen Ansatz! Die TeilnehmerInnen sollen wieder anhand und entlang des Weges das Geschäftsmodell „Jakobsweg“ zwischen Spiritualität und Kommerz untersuchen.

Aber Achtung: Das Projekt ist physisch und psychisch anspruchsvoll. Die Etappen sind zum Teil 30 Kilometer lang. Es kann regnen, schneien und teilweise kalt werden. Die Studierenden sind nicht nur PilgerInnen, sondern auch ForscherInnen. Diese Doppelaufgabe ist durchaus eine Herausforderung!

Der Jakobsweg

Der Jakobsweg (im Spanischen: Camino de Santiago) ist ein Pilgerweg, der das Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Nordspanien zum Ziel hat. Der klassische Weg ist der so genannte Camino Francés, der im engeren Sinne im südfranzösischen Saint-Jean-Pied-de-Port startet und fast 800 Kilometer durch Nordspanien führt. Als Zeichen des Jakobswegs gilt die Jakobsmuschel. Sie ist gleichzeitig das Erkennungszeichen der Pilger und Wegweiser entlang des Weges. Ein weiteres, wichtiges Utensil ist der Pilgerausweis, das so genannte Credencial, der quasi Eintrittskarte in die Pilgerherbergen – Refugio genannt - ist. An jeder Etappe wird der Ausweis abgestempelt und dient als Nachweis für die zurück gelegt Strecke. Werden mindestens 100 Kilometer zu Fuß zurückgelegt, erhalten die Pilger in Santiago de Compostela die „Compostela“. Das ist die Urkunde, die den Abschluss der Jakobs-Pilgerreise offiziell dokumentiert.

Studierende der BSP und MSB auf dem Jacobsweg

Der Reiseplan

Wir starten unsere Reise in Astorga – 280 Kilometer östlich von Santiago de Compostela – und wandern in elf bis zwölf Etappen entlang des Camino Francés. Die Etappen sind je nach Übernachtungsmöglichkeiten 15 bis 30 Kilometer lang. Achtung: Trotz der teilweise nur kurzen Etappen kann die Wanderung sehr anstrengend sein. Wir gehen jeden Tag in kleinen Gruppen eine zuvor definierte Wegstrecke und übernachten in den Refugios entlang der Strecke, die den Charakter von Jugendherbergen haben. Für die Verpflegung entlang der Strecke sorgen alle Teilnehmer selbst.

Fr., 31.03.2017
Flug von Berlin nach Madrid & Weiterreise nach Astorga (mit dem Bus)

Sa., 01.04.2017
Erste Etappe ab Astorga

Mi., 12.04.2017
Ankunft in Santiago de Compostela

Do., 13.04.2017
Ruhetag in Santiago de Compostela

Fr., 14.04.2017
Transfer nach Madrid (mit dem Zug) & Flug von Madrid nach Berlin

Jacobsmuschel

Zum Projekt

Das Jakobsweg-Projekt verfolgt einen wissenschaftlichen Ansatz. Die TeilnehmerInnen sollen anhand und entlang des Weges das Geschäftsmodell „Jakobsweg“ zwischen Spiritualität und Kommerz untersuchen.

Das Projekt gliedert sich dabei in drei Teile:

Teil 1 dient der Vorbereitung. In drei Treffen (immer samstags in Berlin) werden die TeilnehmerInnen über Aufbau und Ablauf der Reise informiert. Diese Veranstaltungen sind verpflichtend, eine Nicht-Teilnahme führt zum Ausschluss (ohne Rückerstattung der Reservierungsgebühr). Ziel dieser Treffen ist zudem die Vorbereitung der Datenerhebung inkl. der Festlegung einer Problem- und Fragestellung sowie der einzusetzenden Methoden.

Teil 2 ist die eigentliche Wanderung auf dem Weg. Die TeilnehmerInnen werden dabei anhand festgelegter Forschungsdesigns qualitative und quantitative Daten erheben und zum Teil auswerten. Alle TeilnehmerInnen werden zudem Kurzreferate zu ausgewählten Themen halten.

Teil 3 dient der Nachbereitung des Projekts. Die Teilnehmer werten die erhobenen Daten aus und verfassen basierend darauf Hausarbeiten, die als Bewertungsgrundlage für die Projektstudiums-Note dienen. Ausgewählte Berichte werden anschließend in einem Sammelband publiziert.

Kathedrale von Santiago de Compostela

Die Kosten

Die BSP Business School Berlin übernimmt für alle TeilnehmerInnen die Kosten bis zu einem Betrag von maximal 700 Euro. Darin enthalten sind alle anfallenden Kosten für An-/Abreise in Spanien und Übernachtungen. Die Verpflegungskosten übernehmen die TeilnehmerInnen selbst. Alle TeilnehmerInnen hinterlegen vor Antritt der Reise einen Betrag in Höhe von 450 Euro. Dieser Betrag wird nach erfolgreichem Projektabschluss rückerstattet.

Zum Auswahlverfahren

Die Teilnahme am Projekt steht ALLEN Studierenden der Business School Berlin und BSP Campus Hamburg sowie der Medical School Berlin und Hamburg offen. Gute Englisch-Sprachkenntnisse werden vorausgesetzt, Spanisch-Kenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich. Das Projekt findet statt, wenn mindestens sechs Studierende das Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen. Die Zahl der Teilnehmer ist auf maximal zehn Studierende begrenzt. Das Auswahlverfahren läuft wie folgt ab:

Do., 03.11.2016
Deadline für Einreichung der Bewerbungsunterlagen an andreas.braun(at)businessschool-berlin.de

Do., 10.11.2016
Bekanntgabe der vorläufigen TeilnehmerInnen-Liste

Fr., 18.11.2016
Bekanntgabe der endgültigen TeilnehmerInnen-Liste

Sa., 14.01.2017
Erstes Vorbereitungstreffen (2 Stunden)

Sa., 11.02.2017
Zweites Vorbereitungstreffen (8 Stunden)

Sa., 25.03.2017
Drittes Vorbereitungstreffen (4 Stunden)

Die Bewerbungsunterlagen sind vollständig, wenn sie Folgendes enthalten:

  • ein Motivationsschreiben, das folgende Fragen beantwortet:
    • Warum wollen Sie am Projekt teilnehmen?
    • Welche Eigenschaften und Kompetenzen bringen Sie mit, so dass das Projekt ein Erfolg wird?
    • Warum sind Sie der/die Richtige für das Projekt?
  • eine Kurzbeschreibung Ihrer Forschungsfrage(n) im Rahmen des Projektthemas,
  • einen aktuellen Lebenslauf mit Notenübersicht.

Darüber hinaus werden bei Bedarf Bewerbungsgespräche geführt. 

Betreuer

Prof. Dr. Andreas Braun

Prof. Dr. Andreas Braun ist Studiengangsleiter des Bachelorstudiengangs Business Administration. Er ist Ideengeber und Leiter des Jakobsweg-Projekts. Er ist den Jakobsweg schon zwei Mal gegangen – zuletzt im Rahmen des BSP-Forschungsprojekts „Wir sind dann mal forschen“ im März/April 2016 mit neun Studierenden.

Ihre Ansprechpartnerin

Nicola Sernow

Ihre Ansprechpartnerin

Tzveta Preußler