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Professor Wilhelm Salber verstorben

Im Alter von 88 Jahren verstarb Wilhelm Salber, Begründer der Morphologischen Psychologie, am 2. Dezember 2016 in Köln.

Wilhelm Salber, geboren am 9. März 1928, war dreißig Jahre Direktor des Psychologischen Instituts an der Universität zu Köln. Die wissenschaftlichen Traditionslinien von Goethe und Freud fortführend, entwickelte er aus Untersuchungen zu Alltag, Kunst und Kultur ein neues Fundament der Wissenschaften: Psychologische Morphologie.

Zu den wichtigsten und einflussreichsten Werken Wilhelm Salbers gehören: Morphologie des seelischen Geschehens (1965), Wirkungseinheiten (1969), Kunst-Psychologie-Behandlung (1977) und Seelenrevolution (1993). Wilhelm Salbers Psychologische Morphologie führte zu bedeutenden Paradigmenwechseln in Wirtschafts- und Produktpsychologie, in Wirkungsforschung, Film- und Kunstanalyse sowie Psychotherapie.

Salber lehrte Psychologie als einen Weg, den Übergängen zwischen unterschiedlichen Lebensgestalten zu folgen. Auf seinem eigenständigen Weg überschritt Wilhelm Salber die Grenzen der akademischen Psychologie. Das amerikanische Standardwerk "German Essay on Psychology" aus dem Jahr 2001 zählt ihn - zusammen mit Ludwig Binswanger, Karl Jaspers, Alexander Mitscherlich und Erwin Straus - zu den Ikonoklasten (Bilderstürmern) der deutschen Psychologie.

Salber war bis ins hohe Alter als Psychologe und Publizist tätig. Seine Morphologie prägt das wirtschaftspsychologische Konzept der BSP, deren Lehrenden und Studierenden er auch persönlich in besonderer Weise verbunden blieb.

Bildquelle: Roland Breitschuh


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