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Außenwirtschaft als Chance für den Mittelstand – Digitalisierung macht´s möglich

Wie wirken sich die aktuellen Veränderungen durch die Corona-Pandemie langfristig auf das Geschäftsmodell meines Unternehmens aus? Wie gelingt es, die Zukunftssicherung meines Unternehmens zu gewährleisten? Welche Unterstützungsangebote gibt es für Digitalisierungsprojekte in Deutschland? Diese und weitere Fragen stellen sich aktuell viele kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland.

Europaweite und globale Handelsbeziehungen befinden sich im Umbruch. Aufgrund der weltweiten Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus wurden überregionale Partner- und Kundenbeziehungen, Lieferketten und klassische Vertriebswege maßgeblich beeinträchtigt. Hinzu kommt, dass die Regelungen in jedem Land anders ausfallen.

Gewonnene Erfahrungen als Grundstein für zukunftsfähige Innovationen

Wachstum und Veränderungen sind immer auch mit Unsicherheiten und Ängsten verbunden. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kommunikation –eines der großen Drittmittelprojekte der BSP- möchte Unternehmen dabei unterstützen, die gesammelten wertvollen Erfahrungen aus der Corona-Krise zu nutzen und das neu erlangte Wissen der vergangenen Wochen und Monate für die Gestaltung der Zukunft und die Weiterentwicklung bisheriger Geschäftsmodelle einzusetzen.

Um aus verschiedenen Perspektiven zu diskutieren, welches Innovationspotenzial europaweite und globale Handelsbeziehungen für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland bieten, haben wir am 17. Juni eine hybride Internationalisierungskonferenz unter dem Titel „Außenwirtschaft für den Mittelstand (trotz Corona) - Digitalisierung macht’s möglich!“ mit hochkarätigen Vertretern aus Wirtschaft und Politik in Kooperation mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kommunikation veranstaltet. Die hybride Konferenz zeichnete sich dadurch aus, dass sich die geladenen Gäste mit dem Moderator in der Siemens Villa trafen, um einen geführten Dialog durchzuführen; Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden virtuell dazu geschaltet.

Eine Herausforderung - verschiedene Perspektiven!

Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, waren bei unserer Internationalisierungskonferenz Experten/-innen aus verschiedenen Bereichen zu Gast:

•    Dr. Frauke Adams, Geschäftsführerin von DiagnostikNet BB

•    Dr. Jörg-M. Hollidt, Geschäftsführer der in.vent Diagnostica GmbH

•    Jörg Wojahn, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland

•    Sabine Yang-Schmidt, Expertin für deutsch-asiatische Beziehungen und Chief Representative der Berliner Wirtschaftsvertretung in Peking

Ein Blick in die Gesundheitswirtschaft

Personenbezogene Daten und Analysen spielen in der Gesundheitswirtschaft eine immer stärker werdende Rolle. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie steigt der Wert von Patientendaten immens. In erster Linie dienen die Daten der Bewertung des Corona-Virus und daran anknüpfend die Entwicklung medizinischer Maßnahmen zur Behandlung. Dabei sind aber auch ethische und moralische Aspekte nicht außen vor zu lassen, meint Dr. Jörg-M. Hollidt von der in.vent Diagnostica GmbH. Als Geschäftsführer des europaweit führenden Unternehmens in der zielgerichteten Bereitstellung von humanem Bio-Material weist er vor allem darauf hin, dass personenbezogene Daten -besonders in der Gesundheitswirtschaft- mit Sensibilität und Diskretion zu behandeln sind. Trotzdem sei es laut Hollidt essentiell, dass gerade jetzt Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich miteinander kooperieren und sich gegenseitig unterstützen, anstatt als „Einzelkämpfer“ los zu marschieren.

Internationale Beziehungen ausbauen und aufrecht erhalten

Voneinander zu lernen, heißt gleichzeitig auch, miteinander zu lernen. Schon lange zeigt sich, dass internationale Kooperationen viele Chancen und Potentiale für Unternehmen bieten. Denn Kräfte zu bündeln und Synergien zu nutzen, eröffnet häufig die Erschließung neuer Geschäftsfelder, neuer Kundenzielgruppen und neuer Absatzmärkte. Dies spiegeln auch die Erfahrungen von Frau Yang-Schmidt, die sich seit Jahren mit deutsch-asiatischen Wirtschaftsbeziehungen befasst. Digitale Tools, die sowohl für die orts- und zeitunabhängige Kommunikation und Zusammenarbeit eingesetzt werden, können im gleichen Maße den Ausbau unterkultureller Netzwerke und Partnerschaften ermöglichen.

Investitionsprogramme der EU

NextGenerationEU als Aufbauinstrument um unter anderem die Wirtschaft anzukurbeln und private Investitionen zu unterstützen. Ein Teilaspekt des Programms ist die finanzielle Unterstützung strategischer Investitionen in den Bereichen:

•    Nachhaltige Infrastruktur

•    Forschung, Innovation und Digitalisierung

•    KMU (kleine und mittelständische Unternehmen)

•    Soziale Investitionen und Kompetenzen

•    Strategische Europäische Investitionen

Ziel der Wiederaufbauprogramme ist es, Unternehmen vor allem bei Aspekten der Digitalisierung und Innovation, aber auch der sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit zu unterstützen. Dazu gehört auch der Ausbau eines europaweiten 5G-Netzes für die optimalen Voraussetzungen einer digitalen Infrastruktur, auch im ländlichen Raum. Die strategische Ausweitung überregionaler Kooperationen wird ebenfalls unterstützt.

Einen Überblick über die aktuellen Förder- und Investitionsprogramme der Europäischen Kommission finden Sie hier.

Trotz Digitalisierung: Wir können und wollen nicht auf menschliche Interaktion verzichten!

Obwohl es diverse digitale Instrumente gibt, die virtuelle Kommunikation und Zusammenarbeit im Unternehmen ermöglichen, gibt es nach wie vor viele Tätigkeiten, die analoge zwischenmenschliche Interaktion benötigen. Dazu zählen Team-Events, persönliche Gespräche sowie kreative und innovative Arbeitsprozesse, dessen Erfolg auf menschlicher Interaktion aufbaut.

Digital Management (M.Sc.) an der BSP studieren

Digitalisierung ist ein Megatrend, der Wirtschaft und Gesellschaft radikal verändert.Internet der Dinge, künstliche Intelligenz, Virtual Reality und Plattformökonomie sind einige der Treiber dieser Entwicklung.

Der Masterstudiengang Digital Management bereitet Sie gezielt auf die Steuerung und das Voranbringen von digitalen Veränderungen in Unternehmen vor.

Alle Informationen zu dem Studiengang Digital Management finden Sie hier.


Ihr Ansprechpartner

Prof. Dr. Thomas Thiessen

Ihre Ansprechpartnerin

Lisa Schimmelpfennig

Das BSP Magazin