Sie sind hier:

Best Paper Award der EURAM 2014 für Prof. Dr. Andreas Braun

Prof. Dr. Andreas Braun hat mit seinem Beitrag "The Limits of Planning for Open Innovation Success: Evidence from German Life Science SMEs“ den Best Paper Award der EURAM 2014, Kategorie Open Innovation, im spanischen Valencia gewonnen.

Die jährlich in wechselnden europäischen Städten stattfindende EURAM (European Academy of Management) gehört mit mehreren 100 Teilnehmern zu den wichtigsten Managementkonferenzen in Europa. Im Beitrag, den Dr. Braun mit seinen Kollegen Prof. Dr. Christoph Ihl, TU Hamburg-Harburg, und Prof. Dr. Katharina Hölzle, Universität Potsdam, eingereicht hat, wird das Spannungsverhältnis zwischen strukturierten und flexiblen Innovationsprozessen und -strategien im Kontext von Open Innovation thematisiert. An einem Sample deutscher, kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) aus dem Gesundheitssektor zeigt der quantitative Forschungsbeitrag, dass eine rigorose Projekt- und Strategieplanung hilft, wertvolle externe Innovationsquellen zu identifizieren und in den internen Innovationsprozess zu integrieren. Allerdings wirkt derselbe sPlanungseffekt auf der Projektebene nur zum Teil positiv und auf der Strategieebene gänzlich negativ bei der Transformation des externen Wissens und deren Übersetzung in neue Produkte und Dienstleistungen. Mit dem Ergebnissen leistet der Artikel von Dr. Braun einen wertvollen Etappenbeitrag zur Diskussion um den optimalen Grad der Strukturierung in der unternehmensinternen- und externen Neuproduktentwicklung. Als praktische Implikation lässt sich ableiten, dass Unternehmen eine gewisse Ambidexterity - also Beidhändigkeit im Management - in der Strukturierung ihrer Innovationsprozesse entwickeln sollten. Während in den frühen Phasen eine klare Strukturierung und Fokussierung angebracht ist, sollten späteren Phasen mehr Flexibilität im Umgang mit externen Quellen und deren Wissensbeitrag aufweisen.