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Was eine Hochschule zu einer menschenwürdigen Gesellschaft beitragen kann

Symposium „Angewandte Psychologie und ihre Beiträge zu einer menschenwürdigen Gesellschaft“ in Zürich unter BSP-Beteiligung.

Zürich und Berlin, 14.4.2019

Eine Hochschule hat immer die Aufgabe, Menschen dabei zu unterstützen, beruflich und in ihrer Persönlichkeit aufblühen zu können.  Zu diesem Anliegen kann die Angewandte Psychologie und als eine ihrer Teildisziplinen auch die Wirtschaftspsychologie wertvolle Beiträge leisten. Gerade in Zeiten des digitalen Wandels, wie wir gerade erleben, kommt Hochschulen deshalb eine besondere Verantwortung zu. Dabei tauchen Fragen auf wie beispielsweise, wie die persönliche Entwicklung mit einer positiven Gestaltung von Unternehmen, Organisationen und Institutionen ausbalanciert werden kann. Welche Rolle spielt das Thema Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung dabei? Kann die Angewandte Psychologie dazu beitragen, soziale und wirtschaftliche Ängste und Vorurteile zu relativieren? Wie können Führungskräfte dazu ausgebildet oder gecoacht werden, diese Verantwortung anzunehmen und in konkretes (auch wirtschaftliches) Handeln zu übersetzen?

Zu diesen und weiteren Aspekten einer positiven Psychologie fand an der Partnerhochschule der BSP, der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), am 12. April 2019 in Zürich ein interdisziplinäres Symposium mit internationalen Gästen und mit prominenter Beteiligung der BSP Business School Berlin statt.

Der Titel des Symposiums lautete „Angewandte Psychologie und ihre Beiträge zu einer menschenwürdigen Gesellschaft“. Anlass des Symposiums war der 60. Geburtstages von Christoph Steinebach, des Direktors des ZHAW-Departments für Angewandte Psychologie. Prof. Dr. Steinebach hat einen Forschungsschwerpunkt in der Entwicklungspsychologie und der individuellen Entwicklung in Teams und Organisationen. Er ist ein führender Experte im Bereich der Resilienz von Organisationen und Individuen.

Der Pro-Rektor der BSP und Wirtschaftspsychologe Prof. Dr. Herbert Fitzek betrachtete in seiner Keynote zur Eröffnung des Symposiums das Thema Führungsverantwortung unter einem eher unkonventionellen Aspekt. Er vertrat die These, dass eine intensive und strukturierte Beschäftigung von Führungskräften und Teams mit Kunstwerken eine inspirierende und produktive Wirkung auf deren Verhalten in der Organisation hat. Dabei stellte Prof. Fitzek die das sogenannte „Kunstcoaching“ als innovative Methode zur Führungskräfteentwicklung in der digitalen Veränderung vor. Er machte deutlich, dass die Angewandte Psychologie über solche Methoden ganz konkrete Instrumente beisteuern kann, um die Entwicklung einer menschenwürdigen Gesellschaft aus der Hochschule heraus zu unterstützen.

Der Rektor der BSP, Prof. Dr. Thomas Thiessen, schloss sich dieser Sichtweise seines Kollegen an. Prof. Thiessen leitete gemeinsam mit ZHAW-Kollegin Prof. Dr. Barbara Schmugge eine Podiumsdiskussion mit Studierenden rund um deren Verständnis von verantwortungsvollem Wirken in der Gesellschaft. In der zwischenzeitlich recht kontrovers geführten Diskussion wurde deutlich, dass die Angewandte Psychologie sich noch deutlich stärker den Belangen der gesellschaftlichen und ökonomischen Transformation öffnen sollte, um ihrem Selbstanspruch gerecht zu werden.

Insgesamt war das Symposium voller spannender Impulse. Die BSP gratuliert ihrem langjährigen Weggefährten Prof. Dr. Christoph Steinebach zum Geburtstag und wünscht ihm viel Kraft für die weitere Arbeit an der ZHAW und in seiner leitenden Tätigkeit in den europäischen Psychologenverbänden. Die bewegten Zeiten, die wir erleben und in denen die Hochschullandschaft und insbesondere die Angewandte Psychologie eine zentrale Gestaltungsfunktion hat, benötigt Persönlichkeiten wie Herrn Steinebach sehr dringend.


Ihr Ansprechpartner

Prof. Dr. Thomas Thiessen

Ihre Ansprechpartnerin

Lisa Schimmelpfennig

Das BSP Magazin