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Führung und Unternehmenskultur als Erfolgsfaktoren im digitalen Wandel

Die Digitalisierung sorgt dafür, dass die Zeit gefühlt immer schneller läuft. Das Innovationstempo schreitet unaufhaltsam voran. Kleine und mittelständische Unternehmen spüren zunehmend, dass sie sich ständig neuen Rahmenbedingungen anpassen und auf Veränderungen reagieren müssen. Die Digitalisierung verändert auch Führung und bei all der Geschwindigkeit und dem Willen mitzuhalten, werden häufig zwei wichtige Aspekte vernachlässigt; die Kultur und die damit verbundene aktive Integration der Belegschaft in den Veränderungsprozess. Dabei liegt der eigentliche Erfolg des digitalen Wandels in den Menschen eines Unternehmens und ihren kreativen Ideen.

Digitalisierung verändert Führung und Kultur im Unternehmen

Führungskräfte sind heute nicht mehr Vorgesetzte, sondern auch Begleiter, Moderatoren und Botschafter, die die Umsetzung notwendiger Erneuerungen zu steuern haben. Dies beinhaltet darüber hinaus, einen Struktur- und Kulturwandel im Unternehmen anzustoßen und zu begleiten.

„Wer heute Führungsperson in einer digitalisierten Arbeitswelt ist, braucht ganz andere Fähigkeiten als noch vor zehn oder zwanzig Jahren“ – UVB-Geschäftsführer Sven Weickert

Denn auch die internen Prozesse und Strukturen von Unternehmen sind von der Geschwindigkeit des Wandels betroffen. Dabei müssen Führungskräfte, eigene digitale Visionen in neue Unternehmensstrategien intergieren und bestehende Geschäftsmodelle immer wieder kritisch hinterfragen, um die Zukunftsfähigkeit ihres Unternehmens zu gewährleisten.

Digitalisierung verlangt eine neue Art von Führung

„Kreativität, Selbstdisziplin, Freiheit und Verantwortung sind unsere wichtigsten Werte“, sagt Netflix Gründer und Geschäftsführer Reed Hastings. Führungskräfte haben laut Hastings eine entscheidende Vorbildfunktion. Sie müssen die Werte und Vision des Unternehmens verinnerlichen und vorleben. Wenn sie als authentisch wahrgenommen werden, identifizieren sich die Mitarbeiter/ -innen viel eher mit dem Unternehmen und seinen Zielen und sind eher bereit, die notwendige Energie aufzubringen, um diese zu unterstützen.

Hilfreich sind dafür offene und transparente Gespräche, Firmen- und Team-Treffen und gezielte interne Unternehmenskommunikation, um mit der Belegschaft in den Austausch zu gehen. „Open Space“ und „Fishbowl“ sind innovative Dialogformate, die dafür genutzt werden können. Die Mitarbeiter/ -innen müssen dabei das Gefühl haben, dass ihre Meinung und ihre Bedürfnisse wichtig sind und anerkannt werden. Verständnis und Empathie sind dabei Kompetenzen, die gute Führungskräfte ausmachen.

Ein Unternehmen ist nur so gut wie seine Führungskultur
In modernen Führungskulturen stellen sich Führungskräfte immer weniger in den Vordergrund, sondern tendieren dazu, mehr Verantwortung und Kontrolle abzugeben. Dadurch werden sie für ihre Mitarbeiter/ -innen menschlicher und nahbarer. Reed Hastings ist überzeugt davon, dass der Fokus stärker auf kollegiale Zusammenarbeit gelegt werden muss, damit Mitarbeitern/ -innen mehr Freiraum für Kreativität und Gestaltungsmöglichkeiten erhalten. Es entsteht eine Kultur der Wertschätzung und des Vertrauens, in der die Bedürfnisse der Mitarbeiter/ -innen stärker berücksichtigt werden und in der es in Ordnung ist, Fehler zu machen. Hastings sieht den Unternehmenserfolg von Netflix in seiner Unternehmenskultur und den Mitarbeitern/ -innen begründet (vgl. Keese, 2017).

„Unsere Teams arbeiten absolut flexibel – wenn es sein muss, auch nachts“, sagt Martin Zimmermann, Geschäftsführer des-IT-Unternehmensimsimity GmbH. Für ihn und seine Mitarbeiter/ -innen machen klassische Unternehmensstrukturen wenig Sinn. Als Führungskraft verstehe er sich weni­ger als Unternehmenslenker, sondern vielmehr als Impulsgeber und Weichensteller. „Was wir brauchen, sind frische Ideen und kreative Köpfe, die ihre Freiräume nut­zen.“

Der Master Digital Management: Das richtige Know-How für Führungskräfte, Change Manager und Innovatoren

Die Kultur und die Zusammenarbeit im Unternehmen erfolgreich zu gestalten, ist ein fortlaufender Prozess, der vor allem durch eine gesunde Führungskultur angetrieben wird. Es gewinnt zunehmend an Bedeutung, die Motivation und Zufriedenheit der Belegschaft zu fördern. Die Digitalisierung verändert Führung, aber auch der beste Prozess kann nicht erfolgreich umgesetzt werden, wenn die Menschen im Unternehmen ihn nicht mittragen.

Um angehende Führungskräfte und Change Manager mit praxisnahem Know-How auszustatten, bieten wir unseren Studierenden den neuen Masterstudiengang Digital Management an der BSP Business School Berlin an. Sie erhalten die Möglichkeit, aktuelle Geschäftsmodelle und Tools zu verstehen, an Trainings für Teamkompetenz, Kreativität und Projektmanagement teilzunehmen und die erlernten Fähigkeiten im Rahmen eines Praktikums zu erproben!

Zudem laden wir Sie herzlich zu allen Veranstaltungen des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Kommunikation, einem der großen Forschungsprojekte der BSP Business School Berlin, ein, bei denen Sie reale Einblicke in spannenden Digitalisierungsprojekte erhalten und direkte Kontakte zu Unternehmen verschiedener Branchen knüpfen können.


Ihr Ansprechpartner

Prof. Dr. Thomas Thiessen

Ihre Ansprechpartnerin

Lisa Schimmelpfennig

Das BSP Magazin