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Prof. Dr. Anna Lejpras ist Mitautorin einer neuen Publikation im DIW Wochenbericht

Die Studie trägt den Titel: "Forschung und Entwicklung im Ausland: Deutsche Unternehmen haben ähnliche Schwerpunkte wie in der Heimat."

Abstract:
Mehr als jedes vierte Patent, das große deutsche Unternehmen anmelden, basiert auf Erfindungen in deren Forschungslaboren im Ausland. In drei Viertel der Fälle konzentrieren sich die Unternehmen dabei auf Technologien, in denen sie auch in Deutschland besonders stark sind. Die technologische Leistungsfähigkeit der Forschung und Entwicklung am Heimatstandort bestimmt somit weitgehend die Innovationskraft der weltweit tätigen deutschen Unternehmen. Wie dieser Wochenbericht auf Basis von Patentdaten außerdem zeigt, ergänzen die meisten ausländischen Forschungsaktivitäten entweder die inländischen oder sie dienen dem Absatz und der Produktion im Ausland. Einen geringen Anteil haben Internationalisierungsstrategien, die technologische Defizite im Heimatland ausgleichen sollen. Sie werden von deutschen Unternehmen vor allem in der Informations- und Kommunikationstechnologie verfolgt, deren Bedeutung im Zuge der Digitalisierung steigt. Um das von den Unternehmen im Ausland erworbene Wissen besser aufnehmen und nutzen zu können, sollte die Forschung in diesen Zukunftstechnologiefeldern auch in Deutschland gestärkt werden. Von der fortschreitenden Internationalisierung seiner weltweit aktiven Unternehmen kann der Forschungsstandort Deutschland profitieren, wenn die öffentliche Forschung, beispielsweise an Universitäten, ihre technologische Basis erweitert und so als Kooperationspartner für die Unternehmen attraktiv bleibt.

Von Heike Belitz, Anna Lejpras und Maximilian Priem

Aufgegriffen wurde die Studie in dem Artikel: "Firmen verlagen Forschung nur selten", veröffentlicht am 4. September 2019 im Handelsblatt.

Die Studie können Sie hier aufrufen (PDF).



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Ihre Ansprechpartnerin

Lisa Schimmelpfennig

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