Prof. Dr. Björn Zwingmann

Studiengangsleitung für den Masterstudiengang Medienpsychologie
Professur für Medienspsychologie

Biographie
Björn Zwingmann, geboren 1979 in Aachen, studierte Psychologie an der Universität zu Köln mit Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Neben dem Studium war er u.a. für eine Film-und-Fernseh-Casting-Agentur und für eine psychologische Online-Jugendberatung tätig. Nach dem Diplom-Abschluss 2004 absolvierte er eine Ausbildung zum Systemischen Coach und Organisationsberater und führte selbständig und im Auftrag Assessment-Center-Trainings, Berufsfindungs-Workshops für Hochschulabsolvent*innen sowie Potentialanalysen durch.  

2005 arbeitete er zunächst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universitätsklinik Düsseldorf und im Anschluss daran über zehn Jahre lang in der forensisch-psychiatrischen Abteilung der LVR-Klinik Düren, davon in den letzten Jahren als Leitender Psychologe und stellvertretende therapeutische Abteilungsleitung. Er absolvierte neben einer tiefenpsychologischen und psychoanalytischen Ausbildung am Institut für Psychoanalyse im Rheinland (IPR) u.a. auch Weiterbildungen in Traumatherapie, übertragungs-fokussierter Psychotherapie (TFP) und mentalisierungsbasierter Therapie (MBT). 2014 erhielt er die Approbation als Psychologischer Psychotherapeut. Als Leitender Psychologe sammelte er Führungserfahrung in einem multiprofessionellen Team, implementierte und supervidierte neue Therapieprogramme, führte Begleitforschung durch und war außerdem als gerichtlicher Sachverständiger tätig.

Björn Zwingmann promovierte mit einer Untersuchung zum morphologischen Kunstcoaching bei Professor Dr. Herbert Fitzek. In der Morphologischen Psychologie fand er eine Schnittstelle zwischen seinen Interessen an psychologischer Behandlung, Kunst und Medien, da diese hier als seelische Selbstbehandlungswerke verstanden und eingesetzt werden. Björn Zwingmann wendet die morphologische Kunstpsychologie bei psychologischen Museums- und Ausstellungsführungen sowie als Kunstcoaching in Einzel- und Gruppenformaten neben anderen psychodynamischen und systemischen Coachingmethoden an. Seit 2016 ist er als Psychologischer Psychotherapeut und Psychoanalytiker (DGPT) in Köln niedergelassen.

Lehrtätigkeiten
Björn Zwingmann lehrte zwischen 2011 und 2014 an der Ergotherapieschule der LVR-Klinik Düren die Fächer Persönlichkeitspsychologie, Entwicklungspsychologie und Lerntheorien und führte Übungen zum Umgang mit Übertragung und Gegenübertrag durch.

Seit 2016 unterrichtete er an der BPS Campus Hamburg in den Lehrgebieten Medienpsychologie und Psychologische Diagnostik. Im Oktober 2018 wurde er zum Professor für Medienpsychologie an die BSP Business School Berlin berufen. Seit Mai 2021 ist er dort außerdem Studiengangsleitung für den Masterstudiengang Medienpsychologie.

Björn Zwingmann ist außerdem Dozent am Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie im Rheinland (IPR) und vom Anna-Freud-Centre in London anerkannter Supervisor für Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT).

Forschungsschwerpunkte

  • Morphologische und andere tiefenpsychologische Ansätze zur Erforschung von Medien, Kunst und Kultur
  • Qualitative Methoden und Mixed Methods
  • Kunstpsychologie und Kunstcoaching
  • Schnittstellen von Klinischer Psychologie, Psychoanalyse und Medien

Publikationen

  • Zwingmann B (2020). Wie gekonnt das ist …. anders: Zeitschrift für morphologische Psychologie (38). Bouvier Verlag                                                                       
  • Zwingmann B (2019). Begegnung mit dem Ungeheuren. Selbsterfahrungsprozesse mit Goyas Schwarzen Bildern. HSB University Press
  • Zwingmann B (2018). Spieglein, Spieglein, Instagram. anders: Zeitschrift für morphologische Psychologie (32). Bouvier Verlag
  • Rabe K, Zwingmann B, Strutz J (2018). Eigene Erfahrungen mit psychotherapeutischen Strategien bei persönlichkeitsgestörten Rechtsbrechern. In Schmidt-Quernheim, F & Hax-Schoppenhorst, T (Hrsg.): Professionelle Forensische Psychiatrie. Hogrefe Verlag
  • Zwingmann B (2017). Volkswagen: Das Imperium schlägt zurück. anders: Zeitschrift für morphologische Psychologie (31). Bouvier Verlag
  • Zwingmann B (2016). Gold-Trump. anders: Zeitschrift für morphologische Psychologie (29). Bouvier Verlag
  • Zwingmann B u. Tomiuk I (2005). Motive des Besuches von Eltern-Kind-Kursen in konfessionellerTrägerschaft. Ergebnisse einer Teilnehmerbefragung. Durchgeführt vom Institut für qualitative Bildungsforschung im Auftrag des katholischen Bildungswerkes Bonn, in: Herberg J. und Hahn G. (Hrsg.): Wozu Elternbildung? Empirische Untersuchung zur Teilnahmemotivation in Eltern-Kind-Kursen und Elterngesprächen in Kindergärten. Bonn/Köln, 1-47