Sie sind hier:

Auslandssemester – Paris

Eiffeilturm Paris

Anonymisierte Erfahrungsbericht  ISG, Paris (Frankreich)

“In London ist die Mode eine Pflicht, in Paris ein Vergnügen.“ (Maurice Chevalier)

Paris: Als Modemarketing Studentin der BSP war es mir eine sehr große Herzensangelenheit ein Auslandssemester in Paris zu absolvieren. Die Hauptstadt Frankreichs, die Modemetropole und kulturelles Zentrum des Landes mit 2,2 Millionen Einwohnern (Kern Paris), war für mich der absolute Traum und passendes Gegenstück zu meinem Studiengang.
Dahingehend folgte, auch nach Abwagung anderer Stadte, die Entscheidung und der Entschluss ein Auslandssemester in Paris zu absolvieren. Ich freue mich, meine Erfahrungen und Eindrücke in dem folgenden Bericht erlautern zu dürfen, sodass vielleicht auch kommende Studenten davon profitieren und dieser als Hilfestellung bei der Entscheidungsfindung dienen kann.

Vorbereitungsphase des Auslandssemesters

Nach einem ersten Austausch, Anfang des Jahres 2016, mit meiner Studiengangs Leitung und den International Office der BSP konnte die BSP den ersten Kontakt herstellen bzw. Interesse für mich an der ISG, Paris platzieren. Vorab wurden gemeinsam zur Vorbereitung die Module für das WS 2016 der BSP mit dem Angebot der ISG verglichen, sodass eine Deckungsgleiche Modulwahl stattfinden konnte.
Das International Office der BSP hat mir bei Fragen und allen schriftlichen Formalitäten sehr zur Seite gestanden. Das war die Schnittstelle, zu Beginn, zwischen dem ISG Paris und mir. Bei Fragen oder Bedenken konnte ich Das International Office zu jeder Zeit persönlich erreichen, sodass wir gemeinsam die weiteren Schritte einleiten konnten. Alles wurde final abgesprochen mit Frau Brignot, sodass alle Parteien informiert waren.

Bewerbung & Aufnahme an der ISG Paris

Nachdem das International Office den Erstkontakt herstellte und mein Interesse an einem Auslandsemester platzierte, wurde ich direkt von dem International Office des ISG, Paris kontaktiert, sodass das Bewerbungsverfahren beginnen konnte.ISG Eine Reihe von Dokumenten und Schriftsätze wurden von mir dafür eingefordert:

  •  Lebenslauf
  • Zeugnisse (falls vorhanden)
  • Aktueller Notendurschnitt meines Studiums
  • 2 Passbilder
  • Nachweis meiner Englischkenntnisse (durch das Sprachinstitut Inlingua)
  • Kopie des Personalausweises
  • Nachweis der Krankenversicherung
  • Gewünschte Kurswahl

Alle Dokumente mussten per Post und per E-Mail an den Ansprechpartner der ISG Paris zeitnah zugesandt werden. Nach sehr kurzer Zeit erfolgte die schriftliche Zusage zur Aufnahme an das ISG Paris für das gewünschte Auslandssemester 2016. Alle weiteren nötigen Informationen bekam fortan per E-Mail von dem International Office aus Paris zugesandt. Die erste wichtige Information war die Info des Einfuhrungstags in Paris, welcher am 07. September 2016 statt fand. Die regularen Vorlesungen starteten erst am 12. September 2016, sodass man in der sogenannten Orientation - Week die Möglichkeit bekam erste Eindrücke der Hochschule, sowie der Stadt zu sammeln. 

Unterkunft

Extrem schwierig gestaltete sich die Suche nach einer passenden Unterkunft für die Zeit in Paris. Preise von 700 bis 1000 Euro für 15 qm sind leider keine Seltenheit. Für Studenten ist es daher äußerst kompliziert eine bezahlbare Wohnung zu finden, die auch tatsächlich bewohnbar ist. Ich habe vorab durch verschiedene Portale versucht an ein Zimmer eines Studentenwohnheims zu gelangen, leider ohne jeglichen Erfolg. Die ISG liegt im Westen von Paris, im sehr wohlhabenden 16. Arrondissement, daher hatte ich versucht zumindest in der Nahe der Hochschule eine Bleibe zu finden. Am Ende konnte ich durch eine sehr gute Freundin, welche aus Paris ursprünglich kommt, eine Wohnung von 50 qm finden für 1400 Euro finden. Meine Freundin stellte einen Kontakt her und übernahm für mich die erste Kommunikation mit dem Vermieter. Für mich alleine waren die 1400 Euro zu viel gewesen, allerdings ging auch eine weitere Studentin der BSP Berlin zu diesem Zeitraum nach Paris. Frau Buttler stellte den Kontakt zwischen uns her, sodass wir gemeinsam die Wohnung beziehen konnten und jeder ,nur“ einen Anteil von 700 Euro hatte, jedoch für eine wirklich große Wohnung und in der unmittelbaren Nahe (Neuilly-sur-Seine) der Hochschule. Durch einige andere Studenten habe ich während des Semester mitbekommen, dass viele in bestehende Wohngemeinschaften gezogen sind, oder auch alle paar Wochen eine neue Wohngemeinschaft finden mussten, da sie immer nur für 4 bis 6 Wochen ein Zimmer zur Verfügung hatten. Somit hatte meine Kommilitonin aus Berlin, als auch ich wirklich großes Glück.

Versicherungen

Das wichtigste hierbei war die Krankenversicherung zu beachten. Um einen Arzt in Frankreich aufsuchen zu können, oder im schlimmsten Fall in ein Krankenhaus gehen zu können, benötigt man die Europaische Versicherungskarte (EHIC). Diese ist normalerweise auf der Rückseite der normalen Versicherungskarte angebracht. Sprich, wenn diese nicht vorhanden ist muss dies unbedingt vorher dem Antritt des Semesters beantragt werden. Allerdings reicht diese Krankenversicherung nur bedingt aus. Es ist sehr ratsam eine separate Auslandskrankenversicherung abzuschlieBen, da die normale keinen ausreichenden Schutz bietet. Beutetet wer in einen Unfall beispielsweise verwickelt wird, müsste ohne eine spezielle Versicherung mit extrem hohen Kosten rechnen wie z.B. einem Rücktransport nach Deutschland oder auch weitere Behandlungskosten vor Ort in Frankreich.) Dahingehend habe ich eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung beim ADAC abgeschlossen, aber hier gibt es wirklich unzählige Angebot und Möglichkeiten.

Bankkonto und Mobiltelefon

Ein separates Bankkonto habe ich nicht eröffnet, ich denke auch nicht, dass dies nötig ist in der Zeit des Aufenthaltes. Ich habe so gut wie alle Bank Tatigkeiten Online oder per Kreditkarte gelöst. Somit war für mich kein erforderlicher Grund ein Bankkonto in Frankreich zu eröffnen. Falls ein Konto eröffnet werden möchte brauch ein Student dazu einen gültigen Personalausweis & einen gültigen beidseitig unterschriebenen Mietvertrag.
Auch habe ich keine neue (französische) Nummer beantragt, da ich mit meinem Anbieter (o2) sehr guten zusätzliche Konditionen in Anspruch nahm, fur die Zeit im Ausland. Durch einen EU Tarif war es mit möglich jederzeit nach Deutschland anzurufen ohne zusätzliche Kosten.
Daher habe ich auch hier keine neue Nummer beantragt und meine deutsche Nummer weiterhin genutzt. Falls Studenten hier eine weitere Nummer nutzen möchten, rate ich den Anbieter ORANGE zu wöhlen. Viele Studenten haben diesen Anbieten für die Nutzung des Handys als auch des WLANs Zuhause gewählt und waren durchaus zufrieden mit den tariflichen Konditionen und dem Service.

Das Studium am Institut Supérieur de Gestion, Paris

Nach meiner Ankunft durch den Zug in Paris und der ersten Einführungsveranstaltung, sowie der Orientation Week, hatte ich ein wenig Zeit um mich in meiner neuen Stadt einzufinden. Die Informationsveranstaltung war dafür enorm wichtig, da wir viele Informationen zur Stadt und der Kultur bekamen. Wir erhielten unseren Studentenausweis sowie den aktuellen Semesterplan mit allen Zeiten und Namen der Dozenten. AnschlieBend wurden wir vom Dekan des BBA- Programms begrüßt, sowie ein Teil der Dozenten direkt vorgestellt. Der Anteil der Austauschstudenten ist sehr hoch, somit befanden sich fast 40 Nationen in unserem Raum. Spannende und interessante Gespräche fanden statt und jede Nation musste sich dann anhand von 3 typischen Symbolen vorstellen.
Generell ist das ISG in Paris auf drei umliegende Gebäude verteilt. Alle fußläufig wenige Minuten voneinander entfernt. Alle drei Gebäude befinden sich in einem sehr teuren Viertel mit vielen Botschaften und Privatwohnungen / Häusern. Die ISG ist als eine Art Eliteuniversität zu sehen. Dementsprechendes Niveau als auch Anforderungen wurden dort an alle Studenten gestellt.
Das System ist generell sehr verschult und das exakte Gegenteil einer deutschen Hochschule. Der Studienplan wurde täglich ausgehangen sowie BSP in einer Dropbox für alle Studenten sichtbar zur Verfügung gestellt. Auch wenige Minuten vor einer Vorlesung konnten hier noch Änderungen vorgenommen werden. Es war enorm wichtig auch kurz vor einer Vorlesung noch den Raumplan zu sichten, vor allem da es drei mögliche Gebäude waren. Ein Kurs bestand aus zwei Unterrichtseinheiten und insgesamt 180 Minuten. Generell besteht für jedes Modul Anwesenheitspflicht, man konnte zwei volle Tage entschuldigt fehlen. Bei weiteren Fehlzeiten ist ein Attest eines Arztes nicht ausreichend, hier ware nur ein Krankenhausbesuch oder z.B. ein Todesfall in der Familie eine entschuldigte Ausnahme.
Leider konnte ich meine gewünschte Modulauswahl so nicht antreten, da es eine zeitliche Überschneidung von Kursen gab. Generell ist dies natürlich sehr ärgerlich, da im vorhinein ein genauer Plan erstellt wird um einen Deckungsgleichen Inhalt zu der deutschen Hochschule zu gewährleiten. Des Weiteren gilt fur Austauschstudenten die Pflicht einen Französischkurs zu belegen. Somit wählte ich French I um wirklich von Beginn an die Sprache erlernen zu können.
Alle anderen Module (Brandmanagement, Consumer Behavior, Principles of Management) liefen recht ähnlich wöchentlich ab. Im ersten Teil der Vorlesung wurde der theoretische Teil besprochen. Im zweiten Teil dann durch praktische Übungen untermauert. Wir bekamen in jedem Modul Hausaufgaben mit sehr konkreten Ansprüchen und Deadlines. Diese galten bis zu 40 % der Gesamtnote. Jeder Dozent händigte zu Beginn eine Übersicht der Vorlesungen aus, sowie die Auflistung welche Bestandteile zur Gesamtnote führen. (Hausaufgaben, Mitarbeit, Präsentationen, Zusammenfassungen = Literatur, Zwischenprüfungen sowie Endprüfungen.) Dies galt für alle Module. Zu jeder Präsentation musste ein dazugehdriger Report erstellt werden (von 10-80 Seiten). Ende September gab es dann die Zwischenprüfungen in unterschiedlichster Form. Nach den Klausuren und / oder Präsentationen wurde dann die letzte Stunde eine normale Vorlesung absolviert. Die Gruppengröße lag meist bei weniger als 20 Personen pro Kurs. Der Anspruch der Dozenten ist sehr zu betonen. Jede Woche gab es eine Art von kleinen Überprüfungen welche zu bewältigen sind. Das ISG ist generell sehr gut ausgestattet und in sehr prachtvollen Häusern. Leider gab es keine funktionierende Internetverbindung sowie keine Mensa bzw. lediglich einen Getränke sowie Snack Automaten. Während des Semesters gab es einen wirklich sehr freundlichen und hilfsbereiten Austausch zwischen regulären Studenten + Gaststudenten. Der Anteil der Gaststudenten war dabei wesentlich hoher. Auch wurde ein Integationswochenende von Studenten für Gaststudenten organisiert, an welchem ich leider nicht teilmehmen konnte. Dies fand im Stüden Frankreichs statt mit einem sehr großen Sportangebot und natürlichen diversen Partys. Die Offenheit und Hilfsbereitschaft war während des ganzen Trimesters sehr zu spüren und man hat sich sehr willkommen gefühlt auf der Studentenseite. Es gab sehr viele Vernetzungschancen und viele sehr internationale Momente. Sehr oft fehlte leider das Verständnis der Dozenten was unsere Zeitliche Kapazitäten anbelangte, demnach verbrachten wir alle sehr viel Zeit hinter unseren Schreibtischen.
Des Weiteren konnten wir die American Libary besuchen und bekamen dort, bei Interesse, einen Ausweis ausgestellt um etwaige Literatur einsehen zu können. Dies wurde direkt von der ISG organisiert, ein wirklich tolles Angebot.
Während der gesamten Zeit war Jenny unsere Ansprechpartnerin des International Office in Paris. Bei Fragen, Ängsten und Sorgen konnte man sie immer erreichen oder auch einfach im Büro des International Office vorbeigehen.
Von manchen Dozenten bekamen wir die erforderte Literatur für das Semester zur Verfügung gestellt. In anderen Modulen mussten wir entweder Bücher oder Case Studies der Harvard Business Seite kaufen. Die meisten Dozenten arbeiteten mit einer eigenen Drop Box um Informationen mit den Studenten zu teilen.

Leben in Paris

Leben in Paris

Durch die internationalen Studenten der ISG durfte ich sehr viele und interessante Menschen unterschiedlichster Herkunft kennenlernen. Viele Kulturen und Nationalitäten wie z.B. aus Kanada, Australien, England, Sri Lanka, Iran, Korsika, Frankreich, Italien, Spanien, Kroatien und viele mehr prallten aufeinander. Wir alle mussten erst einmal uns in der neuen Kultur in der wir nun leben zurechtfinden und normale Alltagssituationen meistern. Ich kann das Vorurteil, Pariser (oder generell Franzosen) sprechen ungerne oder schlechtes Englisch nicht bestätigen.
Egal in welcher Situation, so wurde ich stets sehr freundlich und herzlich empfangen oder mir wurde in jeder Situation geholfen. Die Sprache habe ich nie als Hindernis wahrgenommen. In meinem direkten Umfeld wohnten sehr viele Familien und altere Menschen. Daher bin ich sehr oft in andere Viertel gefahren um die Kultur und das ,echte“ Leben in Paris auch hautnah zu erleben. Ich habe sehr viele Menschen zufällig, überraschen und spontan kennenlernen dürfen. Die französische Kultur ist sehr lebhaft und wird mir viel Herz und Leidenschaft geliebt. All diese Dinge durfte ich erleben und mir wurden die kulturellen Unterschiede sehr klar. Auch das Angebot an Museen, Veranstaltungen und anderen Events war atemberaubend. Studenten haben hier gewissen Vorteile wie z.B. jeden vierten Sonntag eines Monats den freien Eintritt zum Louvre. Dies habe ich mehrfach in Anspruch genommen. Es gibt so viele sehenswerte Dinge in Paris, leider schafft man dies alles nicht in vier Monaten. In Paris sind noch sehr viele Altbauten erhalten geblieben, somit sieht man noch sehr viele, sehr alte Gemäuer und deren Charme. Wirklich wahnsinnig schön!

Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten sind, ähnlich wie die Mietpreise, generell wesentlich höher als in Deutschland. Es ist keine Seltenheit, dass einfachste Dinge, wie ein Einkauf im Supermarkt, mehr als dass doppelte an Kosten verursacht als gewöhnt. Aber nicht nur die Preise der Lebensmittel. Ein einfacher Frisörbesuch (bei keinem Luxus Premiumsegment Frisör Salon) verlangt ca. doppelt so viel — im Vergleich mit deutschen Salons.
Auch einen einfach “Café trinken” wird unter Umstände eine sehr teure Angelegenheit auf Dauer. Hier kann man von Preisen bis zu zehn Euro rechnen.
Natürlich gibt es Viertel in denen Preise günstiger / teurer sind. Dies sind die kleinen Tricks, welche man mit der Zeit lernt und genau weiß wo man einkaufen gehen muss oder einen Café für den Weg bestellt. In der ersten Zeit war es sehr erschreckend für mich, dass die Preise sich dermaßen enorm unterscheiden, aber wie sagt man, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Bei einer groben Schätzung würde ich sagen, man benötigt ca. 500 € (inkludiert: Fahrkarte, Einkäufe, Gastronomie).

Gastronomie & Nachtleben

Essen in ParisWie auch bei den Lebensmitteln beschrieben ist natürlich auch, dass gastronomische Angebot sowie Pariser Nachtleben keine günstige Angelegenheit. Natürlich gibt es hier unzählige Möglichkeiten wie Live- Konzerten, Bars, Clubs, Restaurants und Kneipen. Wenn man wirklich in einer der Pariser Clubs feiern möchte, so muss man mit Eintritten bis zu 50 € rechnen. Sehr zu empfehlen sind einfache ,Kneipen“, welche keinen Eintritt verlangen, jedoch wird Musik gespielt sowie Preise welche an Studenten gerichtet sind. Im Normalfall sollte man auch für Getranke eher einen höheren Kostenplan mit einkalkulieren. (z.B. Wein, Cocktails bis zu 15 €). Trotzdem fällt hier eine andere Stimmung auf (nur im Vergleich zur deutschen Kultur). Pariser sind sehr lange noch auf den StraBen und sitzen sehr gern auch in der kalteren Jahreszeit draußen und geniefBen Wein / Abendessen zu sehr späten Zeiten. Das gemeinsame Essen und Trinken wird hier sehr zelebriert und als extreme gesellschaftliche Kür angesehen. Die Gastronomie profitiert natürlich von diesem Verhalten und Wunsch, sodass man in Paris auch zu sehr späten Stunden noch jegliche Menüwahl treffen kann. Dies war einer der schönsten Erfahrungen, genießen von Momenten in den StraBen von Paris...

Offentliche Verkehrsmittel

Metro | RER | BUS | TRAM | NAVIGO

Es gibt tatsächlich sehr viele verschiedene Formen der Fortbewegung in Paris. Das Metro Netz ist extrem gut aufgebaut und man findet sich sehr schnell und ohne großen Zeitverlust zurecht. Jedoch muss man sehr oft in andere Linien umsteigen und die Wege dorthin sind extrem lang. Es gibt enorm viele Treppen und keine Fahrstühle. Man sieht somit kaum Kinderwagen in den Metro Bahnen, da umsteigen nahezu unmöglich ist. Fur Studenten gibt es leider nur dann ein konkretes Angebot, wenn man dieses fur ein ganzes Jahr in Anspruch nimmt. Daher war dies leider keine Option und ich musste eine ,normale* Monatskarte (Navigo) wählen. Diese kostest 73 € und ist fur alle Zonen (1-5) gültig. Einzelne Fahrscheine kosten 1,90€. (Tatsächlich günstigere Preise wie in Berlin bekannt.)
Mit dieser Monatskarte war ich in der Lage alle möglichen Transportmittel in Anspruch zunehmen. Es gibt keine direkten Kontrollen durch Menschen, da man vor dem Eintritt in das Metro-Netz die Karte an einer Drehtür scannen muss. Somit gelangt man erst zu der gewünschten Linie. Generell war dies sehr unkompliziert, da man die Monatskarten an einem Schalter selbstständig jeden Monat aufladen konnte. Hierfiir benötigt man zu Beginn ein Passbild und muss dies einmalig am Schalter direkt abstempelin lassen.

Fashion Week in Paris

Fashion Week in ParisNatürlich war es mir als Modemarketing Studentin ein enorm groBes Anliegen einen Hauch der Pariser Fashion Week erleben zu dürfen. Ich habe sehr viele Agenturen und Labels direkt angeschrieben um eventuell eine Karte noch zu ergattern. Tatsächlich bekam ich eine Karte zur Show von KOCHE. Aber auch ohne direkten Zutritt spürte man die Fashion Week Zeit in der gesamten Stadt. Es ist ein anderes Gefuhl... Es war definitiv eine sehr große Bereicherung und auch Inspiration einmal eine Pariser Fashion Week in Paris zu erleben.
Also selbst wenn man keine Tickets zu Shows bekommt, so reicht es sich in den umliegenden Bars aufzuhalten um Menschen, Gespräche und bestimmte Momente aufzusaugen. Die Pariser Mode ist definitiv eine neue Mode für mich und ich hatte die Möglichkeit mich mit “echten” Pariser Frauen zu unterhalten die auch diese Leidenschaft teilen. Ein großes Highlight in meiner Zeit in Paris...
 

Außerhalb von Paris

Es war mir ein Herzenswunsch in meiner Zeit in Paris für ein Wochenende in die Welt des Disneylands einzutauchen. Mit meiner Navigo Monatskarte - konnte ich tatsächlich bis dort hin, ohne zusätzliche Kosten, fahren. Die Fahrt betrug ca. 1,5 Stunden und war definitiv nähergelegen als erwartet.

Es ist wahrhaftig wie ein kleiner Traum dieser eine Tag im Disneyland Paris. Alle zukünftigen Studenten, welche ein Auslandssemester in Paris absolvieren möchte, rate ich herzlichst dies mit einzuplanen. Es übertraf jegliche Erwartungen und wird mir sehr lange in meiner Erinnerung bleiben. Natürlich vorausgesetzt man mag gewisse Disney Filme und das gesamte Disney Konstrukt / System.

Fazit des Auslandssemesters in Frankreich

Disneyland Paris

Mein Fazit... Ich hatte eine unvergessliche Zeit. Die Zeit in Paris, der Stadt Paris, war unglaublich. Ich habe sehr viele Menschen kennen lernen dürfen und konnte in die Pariser Kultur wirklich eintauchen. Nicht zu unterschätzen ist jedoch die Zeit an der ISG, da diese wirklich eine sehr hohe Anforderung an die Studenten hat. Ich hatte mir sehr oft definitiv mehr Zeit gewünscht um Paris noch mehr zu erleben. Auch das Volumen während des gesamten Semesters darf nicht unterschätzt werden. Ich gestehe, ich habe es definitiv unterschätzt auch vielleicht, weil man dieses Volumen aus dem deutschen Hochschulsystem nicht kennt. Allerdings konnte ich natürlich dadurch meine Sprachkenntnisse enorm vertiefen und habe hier an mehr Sicherheit gewonnen. Mein Aufenthalt in Paris war sehr wertvoll und prägend für mich als Mensch und Studentin. Natürlich sollte man auch die Kosten in der Gesamtheit nicht unterschätzen und man sollte sich in diesem Punkt einen sehr guten Kostenplan erstellen um nicht den Überblick zu verlieren. Ich habe noch nie mit so vielen Menschen aus so unterschiedlichsten Kulturen meine Zeit verbracht und dies war und ist definitiv ein Mehrwert meiner Erfahrung. Paris ist eine wahnsinnig schöne, interessante Stadt mit so vielen Dingen die es zu entdecken gilt, ich war noch nicht wirklich fertig damit.

Ihre Ansprechpartnerin