Neue Publikation zum Camino de Santiago

Passend zum Jakobsweg-Projekt 2026, das Ende August startet, ist jetzt im Journal of Tourism and Cultural Change der Beitrag „Convergent symbolic geographies: how pilgrims produce stable place-meaning patterns on the Camino de Santiago“ von Prof. Dr. Andreas Braun und Peter Kirchmann erschienen. Der Beitrag untersucht, ob Pilgerinnen und Pilger auf dem Camino de Santiago bestimmte Orte wiederkehrend mit ähnlichen Bedeutungen verbinden. Die Studie basiert auf 543 offenen Erfahrungsberichten deutschsprachiger Camino-Pilger:innen. Mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse zeigen die Autoren, dass bedeutsame Camino-Erfahrungen nicht zufällig über den Weg verteilt sind. Vielmehr lassen sich fünf wiederkehrende Orts-Bedeutungs-Muster erkennen: Santiago de Compostela wird mit Ankommen, Vollendung und biografischer Bestätigung verbunden; das Cruz de Ferro mit Loslassen und ritueller Entlastung; Finisterre und Muxía mit Offenheit und Auflösung; Kirchen und Kapellen mit Trost; und Naturlandschaften mit Staunen, Demut und Selbstrelativierung.

Braun, A., & Kirchmann, P. (2026). Convergent symbolic geographies: how pilgrims produce stable place-meaning patterns on the Camino de Santiago. Journal of Tourism and Cultural Change, 1–16.
https://doi.org/10.1080/14766825.2026.2688831

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